So stelle ich mir Open Source mit einer Firma im Hintergrund vor! Es gibt zig Möglichkeiten, freie Software als GeschÀftsmodell zu nutzen, aber Zammad macht das ideal und bleibt stets fair.

Die Herausforderung

Mit ĂŒber zwanzig Jahren Erfahrung in der IT-Branche hat Robert Lemke schon so einiges gesehen. Darunter sind auch zahlreiche Ticketsysteme. „Ich kenne sie eigentlich alle,“ erzĂ€hlt er lachend im GesprĂ€ch und zĂ€hlt auf: „OTRS, Zendesk, Jira, Freshdesk, RequestTracker
 zuletzt haben wir Kayako verwendet, doch nachdem das Unternehmen aufgekauft wurde, haben wir uns aus DatenschutzgrĂŒnden nach einer Alternative umgesehen. Da ist Zammad als Open-Source-Lösung natĂŒrlich ideal.“

Dabei spielte vor allem ein Faktor eine Rolle: „Zammad kann man auch selber hosten. Das heißt, egal was passiert, können wir es selbststĂ€ndig weiter verwenden und sind nicht auf ein SaaS-Angebot angewiesen,“ so Lemke. „Allerdings muss ich dazu sagen, dass wir aktuell den Zammad-Support nutzen und nicht missen möchten. Die Zammad-Supporter kennen das Produkt viel besser und können es daher stabiler maintainen. Außerdem sind Serverkosten und Zeitaufwand immer viel höher als die Kosten fĂŒr den Support. Abgesehen davon kann man so die Firma unterstĂŒtzen uns zur Weiterentwicklung beitragen. Es lohnt sich also auf jeden Fall.“

Der Wechsel zu Zammad

„Der Wechsel war tatsĂ€chlich aufwendiger als gedacht,“ erinnert sich Lemke. „Wir hatten tausende Tickets, die alle migriert werden sollten, da sie uns ja auch als Referenz und Vorlage dienen. Noch bietet Zammad keinen Migration Wizard fĂŒr Kayako an, also haben wir uns selber einen programmiert. Dabei war es wirklich super, dass es eine Schnittstelle gibt, denn das hat das Ganze vereinfacht.“ Aber hat es sich gelohnt? „Klar. Wir waren total happy, als wir durch waren.“

Das Flownative-Team war also von Anfang an ĂŒberzeugt. Doch wie war es mit dem Neos Open Source Projekt, das ebenfalls Zammad nutzt? „Einige aus dem Neos-Team waren ĂŒberrascht, dass Zammad ein umfangreiches Ticketsystem ist,“ so Lemke. „Sie hatten wohl eine simple Mailbox erwartet. Es lĂ€uft daher bei manchen langsamer an, wird aber inzwischen immer aktiver genutzt.“

Lieblings-Features

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Der grĂ¶ĂŸte Mehrwert

„An Zammad gefĂ€llt uns wirklich vieles besonders gut, sonst hĂ€tten wir uns ja nicht dafĂŒr entschieden,“ erzĂ€hlt Lemke.

„Es ist funktional, hilfreich und ĂŒberzeugt mit einem hochmodernen Interface.“

„Dass alles in Echtzeit aktualisiert wird, ist ein oft unterschĂ€tzter Vorteil. Zudem gefĂ€llt uns der Aufbau sehr, der alle VorgĂ€nge als eine Art Dialog darstellt, mit der Möglichkeit, interne Anmerkungen zwischen die Nachrichten zu setzen. Dass man zusĂ€tzlich Code-Schnipsel und Bilder ganz einfach via Copy-Paste in den Fließtext einfĂŒgen kann, ist ein extra Highlight. Eigentlich ist das ganze Editieren super und wird von der neuen Mentions-Funktion noch weiter verbessert.“

Doch Flownative nutzt Zammad nicht nur, um das Postfach zu ersetzen. „Wir haben auch unsere Telefonanlage angebunden, was sich als sehr praktisch erweist, weil man sofort sieht, wer anruft. Auch der Chat kommt bei uns zum Einsatz. Die Channels wiederum helfen uns, die ganzen Nachrichten aus all diesen KanĂ€len zu kategorisieren. Und dank der Übersichten kann jeder fokussiert an den eigenen Aufgaben arbeiten und trotzdem die AktivitĂ€ten der Kollegen im Blick behalten.“

Wie lautet also das Fazit? „Zammad ist super. Uns gefĂ€llt daran so vieles. Die GitHub-Integration ist sehr hilfreich, besonders fĂŒr die Arbeit an Entwickler-Tickets. Aber auch die Tastatur-Shortcuts sind ein Highlight. Sie sind zwar nichts Großes, aber total praktisch. Alle, die es gibt, benutze ich auch,“ lacht Lemke. „Genauso wie die Textbausteine und Vorlagen. Was soll ich sagen? Ein Tool muss halt gefallen – und in Zammad kann man sich wohlfĂŒhlen!“

Wie sieht die Zukunft aus?

„Das ist eine gute Frage.“ Lemke ĂŒberlegt kurz. „Es gibt auf jeden Fall noch unausgeschöpftes Potenzial bei den Channels. Da können wir noch mehr machen. Außerdem können wir manche Dinge besser und sinnvoller anbinden.“

Gibt es WĂŒnsche fĂŒr die Zukunft? „Mit Zammad sind wir eigentlich rundum zufrieden. Falls eines Tages noch eine mobile App kommt, wĂ€re das auf jeden Fall das i-TĂŒpfelchen.“